
Damit der sportliche Winterurlaub zum gelungenen Erlebnis wird, sind einige gesundheitliche Aspekte zu beachten. (Rainer Sturm / pixelio.de)![]()
Ski-Ratgeber: Richtig gerüstet in den Schnee
22. Nov. 2010 Weiße Pisten locken im Winter wieder zahllose Sportbegeisterte. Damit der Skiurlaub nicht zum gesundheitlichen Desaster wird, sind einige grundlegende Verhaltensregeln zu beachten.
In der kalten Jahreszeit wird die Kraft der Sonne in den Bergen bei Minusgraden immer wieder unterschätzt. Schnee und Eis reflektieren bis zu 90 Prozent der kurzwelligen UVB-Strahlen, die einen Sonnenbrand verursachen und die Augen blenden können. Als Folge kann es beispielsweise zu einer Schneeblindheit kommen, einer akuten Entzündung der Horn- und Bindehaut. Auch Augenkrankheiten wie der Graue Star treten als Langzeitfolgen von zu viel UV-Strahlung auf. Es ist deshalb wichtig, beim Wandern und Skifahren auf den richtigen Augenschutz zu achten. Die Auswahl einer guten Sonnenbrille wird durch die Prüfsiegel "UV 400", "100 % UV-Schutz" oder das CE-Symbol erleichtert, das in die Kategorien 0 bis 4 aufgeteilt ist. Normalerweise werden für Skifahrer und andere Wintersportler die Kategorien 3 und 4 empfohlen.
Die frei liegende Haut lässt sich durch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor vor Sonnenbrand schützen. Für sensible Stellen wie den Nasenrücken empfiehlt sich die Verwendung eines Sunblockers, für die Lippen werden besondere Fettstifte mit Lichtschutzfaktor angeboten. Sollten die Ohren nicht von einer Mütze verdeckt werden, sind auch sie einzucremen, um sie vor einem Sonnenbrand zu schützen.
Damit die Abfahrt nicht zum Alptraum wird, sollte rund zwei Monate vor dem Ski-Urlaub mit einem speziellen Training zur Steigerung der Fitness begonnen werden. Besonders für Anfänger und Saisonsportler ist eine Stärkung der Bein- und Rückenmuskulatur anzuraten, da ihnen ansonsten übler Muskelkater den Freizeitspaß verleiden kann und sich außerdem ihr Verletzungsrisiko erhöht. Viele Fitness-Studios und Sportvereine bieten entsprechende Vorbereitungskurse an.
Gut trainiert benötigt zudem jeder Freizeitsportler eine entsprechende Ausrüstung. Dabei kommt es weniger auf die moderne Optik an, sondern mehr auf die Vollständigkeit. Während eine wärmende und feuchtigkeitsabweisende Oberbekleidung meist selbstverständlich ist, wird auf angepasstes Zubehör wie einen Helm, Stöcke und Brille immer noch gern verzichtet. Dabei tragen diese Teile wesentlich zum Schutz bei. Die Initiative "Sicher im Schnee" bietet auf ihrer Internetseite (www.sicher-im-schnee.de) entsprechende Checklisten, welches Zubehör sinnvoll ist und worauf zu achten ist. Besonders ein Helm kann bei einem Unfall auf der Piste schwerwiegende Kopfverletzungen vermeiden, auf ihn sollte nicht verzichtet werden. Ein weiteres Problem auf der Piste kann vorgezogenes Feiern werden. Wer beim Après-Ski Alkohol konsumiert, obwohl noch eine Abfahrt ansteht, riskiert bei einem Unfall schwere Verletzungen bei sich und anderen Wintersportlern. Man sollte sich deshalb am besten nur mit der richtigen Schutzbekleidung und nüchtern dem Schneevergnügen widmen, damit jeder mit heiler Haut wieder im Tal ankommt. Silke Koppers/mp mp/kosi
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